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Geschichte

1330 wurde das Mesnerhaus erstmals urkundlich erwähnt.
Die Erzdiözese Salzburg nahm das Haus 1550 in ihr Eigentum auf, ab diesem Zeitpunkt diente es als Mesnerhaus, Vikariatshaus und Wohnhaus für Lehrkräfte und Organisten. Aus dem 17. Jahrhundert gibt es Dokumente aus denen hervorgeht, dass sich der Schulmeister um das damals auch „Egghäusl“ genannte Gebäude als Wohn- und Schulhaus bewarb. Der Lohn als Lehrer war so gering, dass er sich nebenbei auch als Organist, Mesner und Schreiber verdingen musste und zusätzlich eine kleine Krämerei unterhielt.

1706 fiel ein großer Teil des Hauses dem Brand zum Opfer, der im Ortszentrum von Rauris wütete und neben der Kirche und der Michaelskapelle mehr als 40 weitere Gebäude zerstörte oder schwer beschädigte. Das Mesnerhaus wurde 1708 wieder aufgebaut.

Das Mesnerhaus war dann viele Jahre lang Schulhaus, bis es in den 1880er Jahren zu klein wurde und das heutige Talmuseum für zusätzliche Klassenräume adaptiert wurde. 1936 verstarb der letzte in diesem Haus wohnhafte Mesner, bis 1948 wurde das Haus noch als Wohnhaus genutzt. In den 1950er Jahren wurde das Alte Mesnerhaus zu einem Kino umgestaltet und als solches bis 1970 betrieben – bis das Fernsehen endgültig seinen Siegeszug in die Wohnzimmer der Leute antrat.

Ab dieser Zeit wurde das desolate Gebäude als Lager, während der Kirchenrenovierung sogar kurzzeitig als Aufbahrungshalle genutzt.
2019 startete die Generalsanierung des Gebäudes durch die Marktgemeinde Rauris mit Kostenbeteiligung durch die Erzdiözese und das Land Salzburg, die in Rekordzeit von nur 7 Monaten abgeschlossen werden konnte.
Am 26. Jänner 2020 wurde das Haus feierlich gesegnet und seiner neuen Bestimmung als Haus für Kultur und Literatur übergeben.

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